Wie werden Fördergurte hergestellt? Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Förderband ist eine sich kontinuierlich bewegende Fläche, die Materialien oder Produkte von einem Ort zum anderen transportiert. Es gilt als eine der wichtigsten Erfindungen der modernen Industrie. Heutzutage sind Förderbänder überall zu finden – von Flughäfen und Supermärkten bis hin zu Fabriken und Bergwerken. Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Förderbänder hergestellt werden?

 

Tatsächlich ist die Herstellung eines Förderbandes alles andere als einfach. Jede Branche benötigt Förderbänder, die genau auf ihre individuellen Anforderungen zugeschnitten sind. Deshalb entwerfen und fertigen Hersteller Förderbänder mit großer Sorgfalt. Wenn Sie sich mit diesem Thema noch nicht auskennen, sind Sie hier genau richtig! In diesem Artikel wird der gesamte Herstellungsprozess von Förderbändern in einfachen Schritten erklärt. Also, legen wir los! 

 

Grundlegender Aufbau eines Förderbandes

Grundlegender Aufbau eines Förderbandes

Ein Förderband besteht im Wesentlichen aus mehreren Schichten, wobei jede Schicht eine bestimmte Funktion erfüllt. Bevor wir also zum Herstellungsprozess übergehen, wollen wir uns zunächst mit den Grundlagen vertraut machen. Aufbau eines Förderbandes. 

  • Karkasse: Die Karkasse ist das Rückgrat des Förderbandes. Sie ist die innere Schicht, die für Festigkeit und Form sorgt. Je nach Riemenart, kann die Karkasse aus Gewebe oder Stahlkordeln bestehen, um zusätzliche Festigkeit zu gewährleisten. Die Karkasse bestimmt die Festigkeit und Haltbarkeit des Riemens.
  • Oberste Abdeckung: Die Deckschicht ist die äußere Schicht des Förderbandes. Sie kommt direkt mit den zu transportierenden Materialien in Berührung. Da sie dem größten Verschleiß ausgesetzt ist, besteht sie aus widerstandsfähigen Materialien wie Gummi, PVC oder Polyurethan. Darüber hinaus hängt die Dicke der Deckschicht vom jeweiligen Verwendungszweck ab. 
  • Bodenabdeckung: Die Unterlage befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Oberschicht. Sie kommt mit den Rollen oder Riemenscheiben in Kontakt, die den Riemen antreiben. Ihre Aufgabe ist es, die Karkasse vor Verschleiß zu schützen, der durch den ständigen Kontakt mit den beweglichen Teilen entsteht. Sie besteht in der Regel aus dem gleichen Material wie die Oberschicht, kann jedoch dünner sein.
  • Spachtelmasse: Zwischen dem Karkassenkörper und den Laufflächen befinden sich dünne Gummischichten. Diese Schichten werden als Haftschichten bezeichnet. Sie wirken wie Klebstoff und verbinden die Laufflächen mit dem Karkassenkörper. Ohne sie könnte sich der Riemen unter Belastung ablösen.
  • Weitere Funktionen: In manchen Fällen werden Förderbänder mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Diese Funktionen dienen dazu, den Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Beispielsweise verfügen manche Förderbänder über Seitenwände. Dabei handelt es sich um erhöhte Kanten, die verhindern sollen, dass Material herunterfällt. Andere Förderbänder sind hingegen mit Stollen versehen. Dabei handelt es sich um Erhebungen oder Blöcke auf der Oberfläche, die das Material bergauf befördern.

 

Herstellungsprozess von Förderbändern: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

Wir haben gesehen, woraus Förderbänder bestehen und wie ihre Schichten angeordnet sind. Doch um aus dem Rohmaterial ein langlebiges Band herzustellen, ist ein gut geplanter Fertigungsprozess erforderlich. Schauen wir uns also genauer an, wie die Hersteller alle Einzelteile zu einem funktionsfähigen Förderband zusammenfügen. 

 

Schritt 1: Entwurf des Riemens

Der allererste Schritt bei ein Förderband bauen entwirft es sorgfältig. Diese Phase ist entscheidend, da nicht jedes Förderband auf die gleiche Weise eingesetzt wird. Wie Sie wissen, muss ein Band in einer Bäckerei leicht, glatt und lebensmittelecht sein. Ein Band in einem Bergwerk muss hingegen robust und widerstandsfähig gegenüber schweren Lasten und scharfen Materialien sein. Deshalb untersuchen die Hersteller zunächst den Verwendungszweck des Bandes. 

Bei der Konstruktion überlegen Ingenieure, welche Art von Material ein Förderband transportieren soll. Darüber hinaus bewerten sie die Umgebungsbedingungen, unter denen das Förderband zum Einsatz kommen wird. Auf der Grundlage dieser Anforderungen wählen sie die geeigneten verfügbaren Materialien aus. Ein weiterer Aspekt der Konstruktion ist die Festlegung der Größe und Dicke des Förderbands. Die Hersteller machen sich zunächst mit dem Verwendungszweck des Förderbands vertraut und legen dann die Dicke fest. 

 

Schritt 2: Vorbereitung der Materialien

Nach der Fertigstellung des Entwurfs besteht der nächste Schritt darin, die Rohstoffe für die Herstellung des Förderbandes vorzubereiten. Dieser Schritt ist entscheidend für die Qualität eines Förderbandes. Inwiefern? Tatsächlich hängt die Qualität des Förderbandes von der Qualität des Materials ab. Daher wählen die Hersteller Gummi, Gewebeschichten, Stahlkordeln oder Kunststoffe sorgfältig entsprechend den Anforderungen des Entwurfs aus. 

Jedes dieser Materialien wird zunächst geprüft, um sicherzustellen, dass es den Qualitätsstandards entspricht. Anschließend werden sie in der Regel mit anderen Materialien gemischt, um die Sicherheit zu erhöhen. So wird beispielsweise Gummi mit speziellen Chemikalien gemischt, um seine Flexibilität und Hitzebeständigkeit zu verbessern. Wenn für die Konstruktion jedoch Stahl benötigt wird, wird dieser zunächst beschichtet, um Rostbildung zu verhindern. 

 

Schritt 3: Aufbau des Korpus

Zusammenbau des Rahmens

Die Karkasse ist das Rückgrat des Förderbandes. Die Aufgabe der Karkasse besteht darin, das Gewicht des Förderguts zu tragen. Sie verleiht der gesamten Bandkonstruktion Festigkeit und Form. Sobald die Rohstoffe aufbereitet sind, beginnen die Hersteller mit dem sorgfältigen Schichten. Diese Schichten können aus beliebigen Materialien bestehen, beispielsweise aus Gewebe, Kunststoff oder Stahlkordeln. 

Diese Schichten werden in einer bestimmten Reihenfolge und Ausrichtung angeordnet, um dem Riemen sowohl Flexibilität als auch Strapazierfähigkeit zu verleihen. Die Anzahl der Schichten variiert jedoch je nach Riementyp. Wird der Riemen beispielsweise für den Transport leichter Lasten hergestellt, weist er weniger Schichten auf. Hochleistungsriemen hingegen bestehen aus einer größeren Anzahl von Schichten. 

 

Schritt 4: Anbringen der Gummiabdeckungen

Sobald die Karkasse fertiggestellt ist, besteht der nächste Schritt darin, sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite Gummiabdeckungen anzubringen. Diese Abdeckungen wirken wie ein Schutzschild und bewahren die innere Struktur des Riemens vor Beschädigungen. In diesem Schritt legen die Hersteller die Gummiplatten sorgfältig auf die Karkasse. Anschließend werden sie unter Einwirkung von Wärme und Druck miteinander verpresst, wodurch sie fest miteinander verbunden werden. 

Die obere Deckschicht ist jedoch in der Regel dicker. WARUM? Weil sie direkt der Belastung ausgesetzt ist und Reibung, Hitze oder sogar scharfen Materialien standhalten muss. Die untere Deckschicht ist etwas dünner, spielt aber dennoch eine entscheidende Rolle beim Schutz der Karkasse. Sie sollten jedoch wissen, dass diese Deckschichten nicht einfach so hinzugefügt werden. Stattdessen werden sie zunächst so zusammengestellt, dass sie den Einsatzbedingungen des Förderbandes entsprechen. 

 

Schritt 5: Aushärtung und Vulkanisierung

Nach dem Aufbringen der Deckschichten durchlaufen die Förderbänder einen entscheidenden Prozess, der als Aushärtung oder Vulkanisierung bezeichnet wird. Dieser Schritt verleiht dem Förderband seine endgültige Festigkeit, Flexibilität und Haltbarkeit. Man kann sich die Vulkanisierung so vorstellen, als würde das Band unter kontrollierter Temperatur und kontrolliertem Druck „gebacken“. WIE? Tatsächlich wird das Band während dieses Prozesses in eine große Presse oder einen Autoklav gelegt. 

Dort wird er für eine bestimmte Zeit auf bestimmte Temperaturen erhitzt. Der Gummi durchläuft dabei eine chemische Veränderung. Diese Veränderung macht ihn zäher, elastischer und widerstandsfähiger gegen Abnutzung. Ohne Vulkanisierung wäre der Riemen schwach, weich und anfällig für Beschädigungen. Am Ende des Aushärtungsprozesses erreicht der Riemen seine endgültigen Eigenschaften. Er ist nun bereit, schweren Lasten und rauen Bedingungen standzuhalten. 

 

Schritt 6: Abkühlen und Fertigstellen

Nach der Vulkanisierung ist das Förderband extrem heiß, da es hohen Temperaturen ausgesetzt war. Würde man es sofort herausnehmen und einsetzen, könnte sich der Gummi verformen oder seine Form verlieren. Deshalb lässt man das Förderband langsam abkühlen. Manche Förderbänder kühlen möglicherweise bereits nach einigen Stunden auf Raumtemperatur ab. In großen Fabriken durchläuft das Förderband jedoch spezielle Kühlanlagen.

Diese Maschinen blasen kaltes Wasser oder kalte Luft über das Band, um die Temperatur schnell zu senken. Nach dem Abkühlen durchläuft das Band eine Endbearbeitungsphase. In dieser Phase werden überschüssiges Material, raue Kanten oder unebene Oberflächen entfernt. Die Hersteller prüfen zudem sorgfältig die Glätte und die gleichmäßige Dicke über die gesamte Länge. Bei Bedarf führen sie eine Oberflächenbehandlung durch, um zusätzlichen Schutz zu gewährleisten.

 

Schritt 7: Testen und Qualitätsprüfung

Sobald das Förderband fertiggestellt ist, kann es nicht sofort in Betrieb genommen werden. Es muss strengen Tests und Qualitätsprüfungen unterzogen werden, um sicherzustellen, dass es sicher und zuverlässig funktioniert. Dieser Schritt ist von entscheidender Bedeutung, da Förderbänder in der Schwerindustrie zum Einsatz kommen. Daher könnte bereits ein kleiner Defekt zu schwerwiegenden Ausfällen oder Unfällen führen. In dieser Phase führen Ingenieure je nach Bandtyp verschiedene Tests durch.

So wird der Riemen beispielsweise auf seine Festigkeit und Flexibilität geprüft. Dabei wird getestet, ob er dem Gewicht, dem Druck und der Biegung standhalten kann. Zur Überprüfung der Hitze-, Öl- und Flammbeständigkeit werden spezielle Tests durchgeführt. Zusätzlich zu den Leistungstests wird der Riemen einer Sichtprüfung unterzogen. Experten prüfen ihn auf Oberflächenfehler wie Blasen, Schnitte, ungleichmäßige Dicke oder mangelhafte Verklebung. 

 

Bei der Herstellung von Förderbändern verwendete Materialien

 

Die Festigkeit, Haltbarkeit und Leistungsfähigkeit eines Förderbandes hängen in erster Linie von den verwendeten Materialien ab. Da Förderbänder in so vielen verschiedenen Branchen zum Einsatz kommen, müssen sie aus Materialien gefertigt sein, die für den jeweiligen Einsatzzweck geeignet sind. Aus diesem Grund greifen die Hersteller auf eine breite Palette an Materialien zurück, um eine vielfältige Auswahl anbieten zu können. Schauen wir uns nun einige gängige Materialien an, die bei der Herstellung von Förderbändern zum Einsatz kommen. 

 

1. Gummi

Gummi

Gummi ist das am häufigsten verwendete Material für Förderbänder. Es ist flexibel, langlebig und bietet eine gute Griffigkeit, was zu einem reibungslosen Transport der Güter beiträgt. Darüber hinaus sind Gummibänder verschleißfest. Dadurch eignen sie sich für Branchen, in denen schwere oder grobkörnige Materialien transportiert werden. Je nach Bedarf können Hersteller jedoch zwischen synthetischem und natürlichem Gummi wählen. Gummi für Förderbänder. 

 

2. Stoffe (Textilien)

Förderbänder werden häufig mit Geweben wie Baumwolle, Nylon oder Polyester verstärkt. Diese Gewebe dienen als Gerüst des Bandes und verleihen ihm Festigkeit und Form. Außerdem verhindern sie, dass sich das Band beim Transport schwerer Lasten zu stark dehnt. Gewebeverstärkte Förderbänder kommen in Lagerhäusern, Flughäfen und Fabriken zum Einsatz. 

 

3. Stahl

Für den Einsatz unter extrem schweren Betriebsbedingungen, wie beispielsweise im Bergbau oder in Zementwerken, müssen Förderbänder äußerst steif und robust sein. Für diese Branchen verwenden die Hersteller häufig Stahlkordeln oder -drähte in den Riemen. Stahl macht den Riemen extrem fest und ermöglicht es ihm, Tonnen von Material zu transportieren, ohne zu reißen. Gleichzeitig sorgen die Stahlkordeln dafür, dass sich der Riemen um Riemenscheiben biegen kann. Dadurch bleibt der Riemen flexibel und gleichzeitig fest.

 

4. PVC (Polyvinylchlorid)

PVC ist ein Kunststoff, der häufig für Förderbänder in leichten bis mittelschweren Anwendungsbereichen verwendet wird. Es ist glatt, leicht zu reinigen und chemikalienbeständig. Dadurch eignet es sich ideal für die Lebensmittel-, Verpackungs- und Pharmaindustrie. Zudem sind PVC-Förderbänder sehr leicht. Dadurch laufen sie ruhiger, was den Antriebsmotor entlastet und den Energieverbrauch senkt.

 

5 – PU (Polyurethan)

Polyurethan ist ein weiterer Kunststoff, der bei der Herstellung von Förderbändern zum Einsatz kommt. Dieses Material zeichnet sich durch seine Hygiene und Flexibilität aus. So sind Förderbänder aus Polyurethan beispielsweise ungiftig, öl- und fettbeständig sowie leicht zu desinfizieren. Daher verwenden Hersteller dieses Material zur Herstellung von Förderbändern für Bäckereien, Lebensmittelverarbeitungsbetriebe und die Medizinbranche.

 

Häufig gestellte Fragen

 

Wie lange hält ein Förderband in der Regel?

Die Lebensdauer von Förderbändern hängt in der Regel von ihrer Nutzungshäufigkeit ab. Im Durchschnitt halten Förderbänder 3 bis 10 Jahre. Bei regelmäßiger Pflege und rechtzeitigen Reparaturen kann sich ihre Lebensdauer zudem verlängern. Ohne ordnungsgemäße Wartung nutzen sie sich jedoch schneller ab. 

 

Inwiefern tragen Förderbänder zur Effizienzsteigerung bei?

Förderbänder steigern die Effizienz, da sie Materialien schneller transportieren als manuelle Arbeit. Zudem verringern sie den Arbeitsaufwand und die Personalkosten und ermöglichen so eine kontinuierliche Produktion. Durch ihre gleichmäßige Bewegung tragen Förderbänder zudem dazu bei, Fehler und Unfälle zu reduzieren. 

 

Können Förderbänder für spezielle Aufgaben angepasst werden?

Ja, Förderbänder können für viele spezielle Aufgaben konzipiert und individuell angepasst werden. In der Lebensmittelindustrie können die Bänder beispielsweise aus hygienischen Materialien hergestellt werden. Im Bergbau hingegen werden die Bänder robuster gebaut, um schwere Gesteinsbrocken zu transportieren. Manche Bänder sind hitzebeständig, während andere so ausgelegt sind, dass sie eisigen Bedingungen standhalten.

 

Schlussfolgerung 

 

Förderbänder sind mittlerweile das Rückgrat zahlreicher Branchen. Sie dienen dazu, verschiedene Materialien von einem Ort zum anderen zu transportieren. Von außen mögen diese Bänder einfach aussehen. Ihre Herstellung ist jedoch ein sorgfältiger, schrittweiser Prozess. Jede Branche benötigt einen anderen Bandtyp. Daher legen die Hersteller besonderen Wert auf die Auswahl der richtigen Materialien für die Bänder. 

 

Unter den verschiedenen Optionen sind Kunststoff, Gummi, Gewebe und Stahl die am häufigsten verwendeten Materialien. Diese Materialvielfalt ermöglicht es den Herstellern, den unterschiedlichen Anforderungen zahlreicher Branchen gerecht zu werden. Darüber hinaus kommt jedem Schritt – vom Entwurf bis zur Fertigstellung – eine eigene Bedeutung zu. Schließlich gewährleistet die Überprüfung der Qualität des Riemens durch verschiedene Tests, dass dieser seine Aufgabe problemlos erfüllen kann. 

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