Fördersysteme finden in verschiedenen Branchen wie dem Bergbau, der Fertigung und dem Bauwesen breite Anwendung. Eine der wichtigsten Komponenten dieses Systems ist die Riemenscheibe. Sie trägt dazu bei, das Förderband durch Aufbringen einer konstanten Spannung zu bewegen. Man sollte jedoch bedenken, dass Riemenscheiben allein nicht ausreichen. Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, kommen verschiedene Arten von Riemenscheibenbelägen zum Einsatz.
Allerdings unterscheiden sich all diese Arten von Belägen hinsichtlich ihres Materials und ihrer Verlegungsmethode. Die Wahl des richtigen Typs ist entscheidend für eine bessere Ausrichtung des gesamten Fördersystems. Wie können Sie also herausfinden, welcher Typ am besten zu Ihrem Fördersystem passt? Sind Sie unsicher? Keine Sorge! In diesem Artikel werden einige gängige Arten von Förderbandrollenbelägen sowie deren technische Daten vorgestellt.
Überblick über die Beschichtung von Förderbandrollen

Bevor wir uns mit den verschiedenen Typen befassen, wollen wir zunächst einmal klären, was eine Förderband-Riemenscheibenbeschichtung ist!
Unter der Bezeichnung „Förderbandrollenbelag“ versteht man die Beschichtung der Außenfläche einer Förderbandrolle. Für den Belag werden verschiedene Materialien verwendet. Dieser Vorgang dient dazu, die Reibung zwischen der Rolle und dem Förderband zu erhöhen. Dadurch haftet das Band fester an der Rolle und rutscht nicht ab.
Eine Ummantelung mag wie eine kleine Ergänzung des Fördersystems erscheinen. Sie hat jedoch große Auswirkungen auf das gesamte System. WIE? Nehmen wir einmal an, ein Fördersystem wird in einer Umgebung wie einem Bergwerk oder einer Fabrik betrieben. Zweifellos steigt in solchen Fällen die Gefahr von Rost, Korrosion und Verschleiß. Daher bringen die Hersteller eine Beschichtung an den Förderbandrollen an. Diese schützt die Oberfläche der Rollen.
Darüber hinaus trägt die Beschichtung auch dazu bei, die Haftung des Riemens auf der Riemenscheibe zu verbessern. Wie Sie wissen, sorgt die Riemenscheibe dafür, dass sich der Riemen bewegt und dreht. Wenn der Riemen nicht ausreichend auf der Riemenscheibe haftet, rutscht er ab. Infolgedessen steigen auch das Verschleißrisiko sowie die Wartungskosten. Daher wird in fast jeder Branche, die auf Förderanlagen angewiesen ist, eine Beschichtung verwendet.
Arten von Förderband-Riemenscheibenbelägen
Ich hoffe, Sie haben die Grundlagen der Riemenscheibenbeschichtung verstanden. Oder? Aber wie ich bereits erwähnt habe, unterscheiden sich diese Beschichtungen in mehreren Punkten. In diesem Abschnitt werde ich kurz auf einige Arten eingehen. Also, legen wir gleich los!
1 – Einfache Gummiverkleidung

Es handelt sich um die einfachste und gängigste Art der Beschichtung für Förderbandrollen. Bei dieser Beschichtung wird die Oberfläche der Rolle mit einer glatten Gummischicht überzogen. Diese Schicht ist dick, weist jedoch keine Rillen, Einschnitte oder Muster auf. Dadurch wird die Oberfläche der Rolle glatt, was zu einer erhöhten Reibung führt. Dadurch verbessert sich die Haftung zwischen der Riemenscheibe und dem Förderband.
Zudem ist die Verlegung von reiner Gummibeschichtung mühelos. Sie lässt sich schnell mit Klebstoffen oder durch Kaltverklebung befestigen. Daher ist sie die kostengünstigste Art der Ummantelung. Beachten Sie jedoch, dass einfache Gummibeschichtungen glatte Oberflächen aufweisen. Deshalb eignet sie sich ideal für Förderanlagen mit leichter bis mittlerer Beanspruchung. Man findet sie daher in Lagerhäusern und in der Verpackungsindustrie.
2. Gummiummantelung mit Rautenprofil
Es handelt sich um eine Art Riemenscheibe, bei der die Oberfläche des Gummis mit einem rautenförmigen Muster versehen ist. Anstelle einer glatten Oberfläche wie bei einer einfachen Gummibeschichtung weist diese Riemenscheibe kreuz und quer verlaufende Rillen auf. Diese Rillen ähneln einer Raute oder einem Schachbrettmuster, weshalb sie auch so genannt wird. Es stellt sich jedoch die Frage: Warum werden Rautenrillen verwendet?
Tatsächlich hat dieses Muster zwei Hauptzwecke. Erstens erhöht es die Reibung zwischen der Riemenscheibe und dem Riemen. Zweitens leitet es Wasser und Staub von der Oberfläche der Riemenscheibe ab. Das bedeutet, dass der Riemen auch dann nicht rutscht, wenn die Riemenscheibe nass oder staubig ist. Aus diesem Grund wird eine Gummibeschichtung mit Rautenprofil verwendet in Arten von Förderbandtrommeln im Bergbau und in Zementwerken eingesetzt.
3. Gummiummantelung mit Fischgrätenprofil
Das Fischgrätenmuster, auch als “Chevron” bekannt, ist eine weitere gängige Art der Riemenscheibenbeschichtung. Diese Beschichtung weist auf der Oberfläche ein Muster aus V-förmigen Rillen auf. Im Gegensatz zu den Rautenrillen verlaufen diese V-förmigen Rillen jedoch in schrägen Linien. Sie beginnen beispielsweise in der Mitte und breiten sich nach außen aus.
Diese Art von Profil ist für spezielle Einsatzzwecke konzipiert. WIE? Nehmen wir an, dass sich beim Drehen der Riemenscheibe Wasser, Schlamm oder Staubpartikel zwischen der Riemenscheibe und dem Riemen festsetzen. Die V-förmigen Rillen drücken die Verunreinigungen nach außen und weg, sodass der Riemen fest greifen kann. Dank dieser selbstreinigenden Wirkung eignet sich diese Riemenbeschichtung ideal für den Einsatz in schlammigen und nassen Branchen.
4. Streifenverlegung

Wie der Name schon sagt, enthält diese Art von Belag Gummistreifen. WIE? Die Oberfläche der Riemenscheibe ist nicht mit einem einzigen großen Gummistreifen, sondern mit schmalen, einzelnen Gummistreifen bedeckt. Diese Gummistreifen werden nebeneinander angeordnet und mittels Kaltverklebung miteinander verbunden. Sie fragen sich vielleicht, welchen Zweck diese Konstruktion hat, nicht wahr?
Tatsächlich erleichtert die Streifenauskleidung den Austausch und die Wartung. Angenommen, ein Abschnitt der Streifenauskleidung ist abgenutzt und beschädigt. In einem solchen Fall müssen Sie nicht die gesamte Riemenscheibenoberfläche austauschen, sondern können lediglich den beschädigten Streifen ersetzen. Diese Konstruktion reduziert den Zeitaufwand und die Gesamtwartungskosten für verschiedene Förderband Komponenten.
5. Rutschende Lattung
Die Schiebe-Profilierung, auch als “austauschbare Profilierung” bekannt, ist eine weitere spezielle Art der Profilierung für Förderbandrollen. Diese Profilierungsart wurde speziell für einen schnellen und einfachen Austausch entwickelt. WIE? Bei der Schiebe-Profilierung kommen Metallhalterungen zum Einsatz, die fest mit der Rolle verbunden sind. In diese Halterungen werden Gummi- oder Keramikplatten eingesetzt oder eingeschoben.
Diese Einlagen werden separat eingesetzt, was die Wartung extrem schnell macht. Ist beispielsweise ein Abschnitt der Rutschenauskleidung abgenutzt, muss nicht die gesamte Auskleidung ausgetauscht werden. Stattdessen schiebt man einfach die alte Einlage heraus und schiebt die neue hinein. Daher sind solche Riemenscheibenbeläge zur ersten Wahl für Branchen geworden, die Ausfallzeiten minimieren möchten.
6. Keramikisolierung
Keramikbelag ist eine hochleistungsfähige Art von Riemenscheibenbelag. Dieser Belag besteht aus harten Keramikplättchen, die in eine Gummigrundlage eingebettet sind. Diese Gummigrundlage sorgt für Flexibilität. Die Plättchen sind jedoch als kleine Quadrate geformt und sehr hart. Durch diese Kombination eignet sich der Keramikbelag ideal für hochbelastbare Fördersysteme.
Dies ist besonders hilfreich bei Anwendungen, bei denen es um Gewebeförderbänder. Diese Förderbänder befördern in der Regel Zement und schlammige Materialien, die die Rutschgefahr erhöhen können. Eine Keramikauskleidung bietet jedoch eine überragende Haltbarkeit und reduziert das Rutschen nahezu auf null. Aus diesem Grund hat sich diese Art der Auskleidung im Bergbau, in Kraftwerken und in Zementwerken durchgesetzt.
7- Vulkanisierte Ummantelung
Bei der vulkanisierten Beschichtung handelt es sich um eine Art der Riemenscheibenbeschichtung, bei der Gummi vulkanisiert wird. Bei der Vulkanisierung werden der Gummi und die Riemenscheibe gemeinsam mit speziellen Bindemitteln erhitzt. Dadurch gehen die Gummimoleküle eine feste Verbindung mit der Oberfläche der Riemenscheibe ein. Nach dem Abkühlen wird der Gummi extrem widerstandsfähig und löst sich weder ab noch bilden sich Blasen.
Diese dauerhafte Verbindung zwischen der Ummantelung und der Riemenscheibe sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit. Diese Art der Ummantelung eignet sich beispielsweise besonders gut für Antriebsriemenscheiben, bei denen Schlupf und Feuchtigkeit große Probleme darstellen. Darüber hinaus hält die vulkanisierte Ummantelung auch über einen längeren Zeitraum hohen Temperaturen und hohem Druck stand. Aus diesem Grund kommt sie häufig in Förderanlagen im Bergbau und in der Gesteinsaufbereitung zum Einsatz.
Wie wählt man die richtige Art von Isolierung aus?
Wie ich oben bereits erwähnt habe, ist jede Art von Isolierung für bestimmte Bedingungen ausgelegt. Daher ist die Wahl der richtigen Isolierungsart entscheidend, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Zu diesem Zweck sollten Sie verschiedene Faktoren berücksichtigen. Im Folgenden finden Sie eine Liste einiger gängiger Faktoren, die Sie vor Ihrer Entscheidung bedenken sollten.
- Betriebsumgebung: Schauen Sie sich zunächst an, wo Ihr Förderband eingesetzt wird. Für nasse und schlammige Bereiche sind Keramik- und vulkanisierte Beläge die beste Wahl. In einer trockenen und sauberen Umgebung sollten Sie hingegen auf reinen Gummi oder Streifenbeläge zurückgreifen.
- Riemenscheibentyp: Es gibt verschiedene Arten von Riemenscheiben. Berücksichtigen Sie daher auch den Typ der Riemenscheibe. Für Antriebsriemenscheiben eignet sich beispielsweise eine rutschfeste Beschichtung, wie z. B. Rautenprofil, am besten. Für Nicht-Antriebs- oder Umlenkriemenscheiben sollten Sie hingegen eine glatte Gummi-, Gleit- oder Streifenbeschichtung wählen.
- Riemenart: Genau wie Riemenscheiben gibt es auch Riemen in verschiedenen Ausführungen. Daher ist es unerlässlich, die Art des Riemens zu prüfen. So eignet sich beispielsweise eine Gummibeschichtung am besten für einen Geweberiemen. Eine Keramikbeschichtung ist hingegen sicher für Stahlseil-Fördergurte.
- Wartung und Austausch: Sie sollten auch den Wartungsaufwand und den Austausch berücksichtigen. Wenn nur minimaler Wartungsaufwand erforderlich ist, entscheiden Sie sich für vulkanisierte oder keramische Auskleidungen. Wenn Sie jedoch einen schnellen und einfachen Austausch benötigen, wählen Sie Schiebe- oder Streifenauskleidungen.
- Budget und Kosteneffizienz: Die einzelnen Arten von Isolierungen unterscheiden sich im Preis. Daher sollten Sie auch Ihr Budget im Auge behalten. So sind beispielsweise einfache Gummi- und Streifenisolierungen die kostengünstigsten Optionen. Keramik- und vulkanisierte Isolierungen sind zwar in der Anschaffung teurer, halten aber länger. Ich empfehle Ihnen daher, ein Gleichgewicht zwischen Ihrem Budget und den langfristigen Leistungsanforderungen zu finden.
Schlussfolgerung
Die Beschichtung von Förderbandrollen mag wie eine Nebensache erscheinen. Sie spielt jedoch eine wichtige Rolle für die Gesamtleistung des Fördersystems. Je nach Material und Montageart gibt es verschiedene Arten dieser Beschichtungen. In diesem Artikel habe ich einige gängige Arten von Förderbandrollenbeschichtungen vorgestellt.
Jeder Belagstyp weist eine einzigartige Konstruktion auf und ist speziell auf unterschiedliche Einsatzbedingungen ausgelegt. Sie unterscheiden sich zudem hinsichtlich ihrer Eignung für bestimmte Materialien und Umgebungsbedingungen. Daher ist die Auswahl des richtigen Typs entscheidend für den einwandfreien Zustand Ihres Fördersystems. Ein korrekter Belag verhindert nicht nur ein Durchrutschen, sondern verringert auch den Verschleiß und verlängert die Lebensdauer der Anlage.
